Gwinn zweifelt an ihrer Auszeichnung: Die beste Spielerin geht leer aus
Giulia Gwinn wurde zur Fußballerin des Jahres gewählt – doch die Überraschung darüber sitzt bei der Preisträgerin selbst tief. Das liegt daran, dass die objektiv beste Spielerin des Jahres nicht berücksichtigt wurde. Ein Missstand, der die Abstimmungspraxis in Frage stellt.
Das Wahlsystem zur renommierten Auszeichnung wird von Medienschaffenden geprägt, die ihre Stimmen abgeben. Offenbar führte dies zu einer Konstellation, bei der die herausragendste Akteurin des deutschen Frauenfußballs leer ausging – während Gwinn den Preis erhielt. Selbst die Preisträgerin kann dieses Ergebnis schwer nachvollziehen.
Der Vorfall wirft Fragen zur Qualität und Aussagekraft solcher Ehrungen auf. Wenn die Abstimmung nicht das wahre Leistungsniveau der Spielerinnen abbildet, stellt sich grundsätzlich die Frage nach der Funktionalität des Wahlverfahrens. Die Medienvertreter, deren Stimmen entscheidend sind, scheinen bei dieser Entscheidung nicht optimal informiert oder gewichtet zu haben.
Quelle: www.t-online.de