Infantino weicht Kritik mit Humor aus
Gianni Infantino ist in die Kritik geraten, nachdem seine Pläne zur Reform des Weltmeisterschafts-Modus gescheitert sind. Als sich ein Reporter des italienischen Senders RAI dem Fifa-Präsidenten mit kritischen Fragen stellte, zeigte sich dieser wenig kooperativ und wählte eine ungewöhnliche Strategie, um den unangenehmen Fragen auszuweichen.
Statt sich inhaltlich mit den gescheiterten WM-Konzepten auseinanderzusetzen, wich Infantino durch humorvolle Bemerkungen zu seinem Äußeren aus. Der Fifa-Chef machte dabei Witze über sein prominentes Merkmal und versetzte damit die anwesenden Journalisten in eine unbehagliche Lage. Die Szene verdeutlicht ein Problem in der Kommunikation des Verbandschefs, der mit dieser Taktik eher von substanziellen Diskussionen ablenkte als sie zu führen.
Das Vorgehen offenbart die Schwierigkeiten im Umgang Infantinos mit berechtigter Kritik. Anstatt auf die fehlgeschlagenen Reformbestrebungen einzugehen und diese nachvollziehbar zu erklären, setzte der mächtige Funktionär auf Ablenkung. Dies wird von Beobachtern als wenig professionell bewertet und wirft Fragen zur Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Fifa-Führung auf.
Quelle: www.t-online.de