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Infantino lenkt ein: Umstrittenes WM-Verkaufsmodell wird aufgegeben

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Ein heftiger Schlagabtausch um die Zukunft des Weltfußballs neigt sich dem Ende zu. Fifa-Präsident Gianni Infantino hat angekündigt, sein kontrovers diskutiertes Konzept zum Verkauf von Anteilen an Weltmeisterschaften nicht weiter zu verfolgen. Damit gibt der Schweizer einen seiner ehrgeizigsten Reformpläne auf.

Das Vorhaben hatte in der internationalen Fußballgemeinschaft für massive Widerstände gesorgt. Kritiker warfen Infantino vor, kommerzialisieren zu wollen, was seit Jahrzehnten das Herzstück des Sports darstellt. Die geplante Teilprivatisierung der Weltmeisterschaft stieß insbesondere bei etablierten Fußballverbänden, Clubs und Medienvertretern auf heftige Ablehnung.

Mit seiner Rückziehertaktik räumt der Fifa-Boss faktisch eine Niederlage ein. Die Wortwahl einiger internationaler Kommentatoren fällt dabei deutlich aus: Sie sehen in diesem Rückzug einen Sieg des Fußballs selbst, während die Fifa als Organisation ihre Glaubwürdigkeit verloren hat.

Die Reaktionen in den führenden Sportmedien weltweit sind eindeutig. Viele Beobachter nutzen die Gelegenheit, um die Amtszeit Infantinos grundsätzlich in Frage zu stellen. Spekulationen über eine mögliche Ablösung des Fifa-Präsidenten machen bereits die Runde. Wie lange der 54-Jährige an der Spitze des Weltverbands halten kann, bleibt fraglich.

Quelle: www.spiegel.de

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