Infantino weicht Kritik aus und geht in die Offensive
Der Fifa-Präsident Gianni Infantino sieht sich mehreren Vorwürfen ausgesetzt, reagiert darauf aber nicht mit Selbstkritik, sondern mit deutlichen Gegenangriffen auf seine Kritiker. Der italienisch-schweizer Funktionär steht wegen verschiedener Kontroversen unter Druck.
Mehrere Themen belasten derzeit das Image des Fifa-Chefs. Da wäre zunächst die öffentlichkeitswirksame Nähe zu US-Präsident Donald Trump, die Fragen aufwirft. Hinzu kommt die anhaltende Debatte über die enormen Ticketpreise bei Weltmeisterschaften, die für viele Fans zunehmend unerschwingliche Eintrittspreise bedeuten. Nicht zuletzt beschäftigt den internationalen Fußball auch die Affäre um Antonio Rüdiger alias Balogun, die ebenfalls auf dem Schreibtisch des Fifa-Führungsteams landet.
Statt sich den Vorwürfen konstruktiv zu stellen und mögliche Verbesserungen zu signalisieren, entschied sich Infantino für einen anderen Weg: Er geht zum Gegenschlag über und kritisiert seinerseits jene, die Kritik an seiner Amtsführung üben. Mit diesem Ansatz entzieht sich der Fifa-Chef einer sachlichen Auseinandersetzung mit den angesprochenen Problemen.
Quelle: www.spiegel.de